Hintergründe und Methoden

Schätzungsweise bis zu 25% aller Parkinsonpatienten besitzen wenigstens einen erstgradigen Verwandten der ebenfalls an der Parkinsonerkrankung leidet. Aber nur bei einem kleine Teil der Betroffenen findet sich eine Mutation in einem der bekannten Parkinsongene... (siehe Parkinsonerkrankung und Erblichkeit.)

Die Gesamtlänge der DNA einer menschlichen Zelle beträgt ca. 2 m; der Durchmesser eines typischen Zellkerns ca. 10 Mikrometer. Allein um die DNA im Zellkern unterzubringen, muß sie also verpackt werden. Gleichzeitig wird durch unterschiedliche Arten der Verpackung aber auch der Zugriff auf die DNA reguliert... (siehe Chromatin und epigenetische Information.)

Lange Zeit hat man geglaubt, daß in den Keimzellen oder deren Vorläuferzellen jegliche epigenetische Information gelöscht würde. In diesem Fall wäre eine epigenetische Vererbung nicht möglich. Erst im vergangenen Jahrzehnt sind Beispiele aus der Klasse der Säugetiere beschrieben worden, die eine epigenetische Vererbung klar belegen... (siehe Epigenetische Vererbung.)

Während noch vor ca. 10 Jahren Gene in mühevoller Handarbeit einzeln sequenziert werden mußten, stehen heute Methoden zur Verfügung, um ein komplettes Genom auf einmal zu sequenzieren. Damit ist es auch möglich geworden, den Zustand des Chromatins in einem genomweiten Maßstab zu analysieren... (siehe Genomweite Chromatinkarten.)